Unsere Mitglieder engagieren sich auf vielfältige Weise für Flüchtlinge in Deutschland. Hier finden Sie einige Beispiele.

Capgemini Deutschland GmbH

Die Integration von Geflüchteten ist eine wichtige Aufgabe für die Gesellschaft und gleichzeitig eine enorme Chance für Unternehmen, die dringend Fachkräfte suchen. Beides waren für die Mitarbeiter des IT-Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen Capgemini Gründe, das Programm refugees@capgemini ins Leben zu rufen. Es bündelt diverse interne Projekte und Kooperationen zur Unterstützung von Menschen aus Krisengebieten, etwa das Engagement bei der Initiative D21, die Kooperation mit der Kiron Universität oder das Mitarbeiterprogramm „Casual Volunteering“. Entscheidender Teil von refugees@capgemini ist aber die Integration von Geflüchteten im Unternehmen selbst. Den Einstieg ins Unternehmen finden sie dabei über ein Praktikum. Die erste feste Übernahme fand vor einigen Wochen statt, weitere sind geplant und vor allem das Ziel von refugees@capgemini.

 

ClausProjektmanagement GmbH

Derzeit betreut die ClausProjektmanagement GmbH über den Verein Ausbildung statt Abschiebung (AsA) e.V. einen jungen Flüchtling in Form einer Job- und Wohnungspatenschaft.

 

In der Jobpatenschaft steht das Unternehmen gemeinsam mit dem Auszubildenden in engem Kontakt zum Ausbildungsbetrieb, der Berufsschule sowie in diesem Fall zur Handwerkskammer. Ziel ist es, mögliche Schwierigkeiten aufgrund von sprachlicher und kultureller Missverständnisse frühzeitig zu erkennen und im Gespräch mit den Beteiligten zu klären. Der Ausbildungsbetrieb (Maler & Lackierer) ist von seinem Auszubildenden und der Begleitung durch ein Unternehmen sehr angetan. Der Patensohn macht sich gut, er ist sehr motiviert. Im Sommer wird er in das zweite Lehrjahr kommen. Schon jetzt wird ihm eine Übernahme nach erfolgreicher Gesellenprüfung in Aussicht gestellt. Da das Patenkind sehr fleißig ist, gibt es keine Bedenken, dass es nicht klappen sollte. 

 

In der Wohnungspatenschaft unterstützt ClausProjektmanagement bei (erfolgreicher) Suche nach Wohnraum. Auch die Verhandlungen mit dem Vermieter wurden begleitet. Hier ging es darum zum einen dem potentiellen Mieter auf seine Rechte und Pflichten hinzuweisen zum anderen den jungen Mann vor „unseriösen Vermietern“ zu schützen. Mithilfe der Patenschaft konnte das Unternehmen, gemeinsam mit dem Vermieter, eine wohlwollende Situation schaffen, die dann letztendlich zu einem Mietvertrag führte. Auch der Vermieter war aufgrund der Begleitung sehr zufrieden, da er davon ausgehen kann, dass es zu keinen Missverständnissen kommen wird.

 

ClausProjektmanagement vertritt die Ansicht, dass gut ausgebildete junge Menschen viel zu einer gesunden und stabilen, kommunalen Wirtschaftsstruktur beitragen werden. Weitere Patenschaften sind in Planung.

 

Dieter Meyer Consulting GmbH

Im Rahmen der Tätigkeit als Netzwerkmanagement für das „Regionale Fachkräftebündnis Nordwest“ (www.fkb-nordwest.de) ist es u. a. die Aufgabe von Dieter Meyer Consulting, Fachkräfteprojekte zu initiieren und (mit) zu entwickeln sowie die Projektträger insbesondere auch bei Antragstellung zu begleiten und zu beraten. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen den im September 2015 auf Initiative regionaler Unternehmerpersönlichkeiten gegründeten Verein „pro:connect“ Integration durch Bildung und Arbeit e. V. (www.proconnect-ev.de) maßgeblich bei der Entwicklung und Antragstellung eines Projektes zur „Entwicklung und Erprobung von Instrumenten für eine gelingende Integration von Flüchtlingen in den regionalen Arbeitsmarkt“ unterstützt.

Nach der Förderzusage durch das Land Niedersachsen konnte das Projekt am 01.06.2016 in die Umsetzung gehen.

 

Kienbaum

Die Personal- und Managementberatung Kienbaum engagiert sich ehrenamtlich im Flüchtlingsmanagement der Landeshauptstadt München: Kienbaum unterstützt die Caritas mit einem Projekt zur Koordination und Ausschöpfung des bürgerschaftlichen Engagements, um allen registrierten Helferinnen und Helfern auch eine Aufgabe zukommen zu lassen.

 

In München haben sich im Herbst 2015 über 2000 Bürgerinnen und Bürger für ein langfristiges ehrenamtliches Engagement registrieren lassen. Die etablierten Hilfseinrichtungen konnten jedoch über ein Drittel dieser Freiwilligen nicht in ein Engagement vermitteln. Gleichwohl besteht in der Landeshauptstadt nach wie vor ein großer Bedarf an Angeboten für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe.

 

Vor diesem Hintergrund hat Kienbaum für die Caritas ein Konzept zur Aktivierung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer entwickelt. Nach dem Auftakt durch zwei Freiwilligen-Konferenzen zum Thema „Design Integration“ werden in den nächsten zwölf Monaten bis zu 20 Projekte im professionellen Projektmanagement durch Kienbaum unterstützt.

 

Loquenz Unternehmensberatung GmbH & Schmid&Wolff Management Consultants

Die BDU-Mitglieder Loquenz Unternehmensberatung und Schmid&Wolff Management Consultants sind Mitinitiatoren der Stuttgarter Initiative MIA – Migranten-in-Ausbildung, die vom Bund Katholischer Unternehmen e.V. und dem Caritasverband für Stuttgart e.V. getragen wird. Ziel ist es, Flüchtlingen den Weg in Praktika und anschließend in Ausbildungsverhältnisse zu eröffnen. Der Schwerpunkt der Kooperation liegt darauf, Flüchtlinge und Betriebe zusammenzubringen. Der Zugang zu Flüchtlingen läuft primär über die Caritas und das speziell installierte Team ZIFA-jobcoaching, welches interessierte, von der Caritas in Stuttgart betreute Flüchtlinge (über 3.000) berät.

Über die Internet-Plattform http://www.migranten-in-ausbildung.de/ kann sich aber im Prinzip jeder interessierte Flüchtling und jeder Betrieb in der Region Stuttgart beteiligen.

 

Erfahrungen in der Vorqualifikation von Flüchtlingen sowie erste Erfolge in der Vermittlung in Praktika gibt es inzwischen. Im Moment sind (fehlende) Deutsch-Basiskenntnisse das Haupthindernis.

 

Mammut Consulting

Geflüchtete in Hamburger Unterkünften erhalten ab Juli 2016 durch das neue ehrenamtliche Projekt We.Inform. Informationen, die ihnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben in Hamburg ermöglichen. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Senatorin Dr. Melanie Leonhard. We.Inform. ist ein ehrenamtliches Pilotprojekt von Studierenden der Bucerius Law School in Hamburg. We.Inform. setzt auf drei Methoden: die persönliche Verweisberatung durch geschulte Informationguides in den Unterkünften, zielgruppengerechte und mehrsprachige Flyer sowie eine auf die Bedürfnisse der Geflüchteten zugeschnittene Website.


Matthias Bäcker von Mammut Consulting war von Beginn an dabei. Ob bei der Strategieberatung zu Beginn des Projektes, der Herstellung wichtiger Kontakte zu weiteren Unterstützern, in der Prozessoptimierung: „er ist immer ein zuverlässiger und ideenreicher Ratgeber mit Weitblick“ (Quelle: www.we-inform.de).

 


Die Projektidee entstand gemeinsam mit syrischen und afghanischen Geflüchteten. „Für mich sind die Geflüchteten die Experten. Sie wissen am Besten, welche Informationen wichtig sind, um sich in Hamburg zurechtzufinden und am gesellschaftlichen Leben in unserer Stadt mitzuwirken“, sagt Judith Büschleb, Initiatorin und Leiterin von We.Inform. „Gemeinsam mit ihnen und mit den vielen weiteren Engagierten in Hamburg möchten wir We.Inform. kontinuierlich aktualisieren und ausbauen.“ We.Inform. besteht aus 40 jungen Menschen im Organisationsteam und über 100 speziell geschulten ehrenamtlichen Informationguides.

 

PCG – Project Consult GmbH

Die Unternehmensberatung PCG engagiert sich in vielfältiger Weise für Geflüchtete. Unter dem Motto PCG spendet – wir machen mobil! nimmt sie bereits seit 2015 alte Fahrräder, Fahrradhelme und –schlösser entgegen, um sie gemeinsam mit Geflüchteten verkehrstauglich zu machen und sie dann zu übergeben. Auf Wunsch holt PCG die Spenden in ganz NRW ab.

Ferner unterstützt die PCG Geflüchtete der Notunterkunft Tiegelschule, einer ehemaligen Schule im Essener Nordviertel. So vielfältig wie die Menschen, die dort leben, sind die zu lösenden Probleme. PCG hat z.B. bei der Ausrichtung des Sommerfestes geholfen, unterstützt eine junge Syrerin bei ihren Bewerbungsbemühungen oder hat Möbeltransporte organisiert. Die BOB Transfer GmbH, ein Tochterunternehmen der PCG, richtet für einen Geflüchteten einen Ausbildungsplatz ein.

 

Die PCG widmete ihr diesjähriges Scheunengespräch der Situation von Geflüchteten und den Anforderungen an die Politik. Unter dem Motto „Flüchtlinge unter uns. Für Vielfalt und Humanität“ diskutierten verschiedene Referenten die Thematik aus ihrer Sicht mit engagierten Bürgern und Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gewerkschaften. So schilderte der Sozialdezernent der Stadt Essen, Peter Renzel, die aktuelle Situation in der Stadt, der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der UNO-Flüchtlingshilfe Bernhard „Felix“ von Grünberg berichtete von Flucht und Vertreibung aus globaler Perspektive, Habib Fairoz, aus Afghanistan geflohen, gab einen bewegenden Einblick in seine Fluchterlebnisse und sein Leben in Deutschland.

Pooth Consulting

Pooth Consulting unterstützt eine bunt zusammen gewürfelte Gruppe von 18 Lehrern und Lehrerinnen ergänzt um vier Kinderbetreuerinnen, die seit ca. zwei Jahren Deutschunterricht für Flüchtlinge geben. Die Kinder werden während der Unterrichtsstunden betreut, so dass die Eltern sich ganz auf den Unterricht konzentrieren können. Der Unterricht findet zwei Mal pro Woche für je zwei Stunden statt. Daneben gehen ein Teil der Lehrerinnen auch in die Familien, um dort die zumeist älteren Frauen zu erreichen, die nicht in die Kurse kommen.

 

Pooth Consulting unterrichtet zur Zeit in sechs Leistungsstufen mit den Lehrbüchern Berliner Platz 1 und 2 und Thannhauser Modell ergänzt um Übungsblätter. Die Stadt Emmerich stellt für den Unterricht Klassenräume in der Europa Hauptschule zur Verfügung.

Für die Organisation wurde eine geschlossene Facebook Gruppe eröffnet, in der auch zusätzliche Lehrmaterialien und Übungsblätter hinterlegt sind.

 

In Emmerich leben derzeit ca. 500 Flüchtlinge/Asylbewerber (inklusive der Kinder, die zumeist in den Kindergarten oder in die Schule gehen), von denen ca. die Hälfte erreicht wird. Am Unterricht nehmen regelmäßig 60-90 Schüler teil.

 

von Rundstedt

So viele Flüchtlinge wie noch nie zuvor suchen fernab ihrer Heimat in Deutschland eine neue Zukunft. Die Integration der Flüchtlinge ist eine der wichtigsten gesamtgesellschaftlichen Aufgaben der Gegenwart. von Rundstedt hat es sich zum Ziel gesetzt, an der Bewältigung dieser Aufgabe mitzuwirken. Deshalb hat sich das Unternehmen entschieden, Flüchtlinge, die in Deutschland bleiben möchten und bleiben dürfen, bei der Integration und auf dem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.

 

„Wir möchten Flüchtlingen helfen, schnell eine neue Heimat zu finden, indem sie sich integrieren und die Chance erhalten, ihre Talente einzubringen und zu entfalten“, erklärt Sophia von Rundstedt. 30.000 Euro stellt das Executive Board des Unternehmens deshalb für Initiativen bereit, die von den regionalen von Rundstedt Teams getragen werden.

Die Deutsche Universitätsstiftung hat 2015 das Stipendienprogramm WELCOME für Studierende mit Flüchtlingsstatus in Deutschland gestartet. von Rundstedt übernimmt die Fördersumme für eine syrische IT-Studentin in Berlin und unterstützt sie bei der Integration in Deutschland und auf dem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt. Außerdem sind die verschiedenen Standorte des Unternehmens in unterschiedlichen Projekten aktiv:

 

Düsseldorf:

Mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro haben die Mitarbeiter der von Rundstedt Niederlassung Düsseldorf die Beratungs- und Therapieeinrichtung für traumatisierte und psychisch belastete Flüchtlinge unterstützt. „Wir sind überzeugt, dass wir eine Einrichtung unterstützen, deren wertvolle Arbeit sehr nachhaltig ist und die Grundlage für eine gelungene und gesunde (Arbeitsmarkt-)Integration bildet“, fasst Thomas Pütz, Regional Manager bei von Rundstedt in Düsseldorf, die Beweggründe für die Spende zusammen.

 

Nürnberg:

Das Team der von Rundstedt Niederlassung in Nürnberg wollte die Chancen von Flüchtlingen in Deutschland verbessern und ihnen helfen, schnell eine neue Heimat zu finden. Deshalb organisierten die Mitarbeiter kurzerhand ein Bewerbertraining für Flüchtlinge. An zwei Tagen bereitete das von Rundstedt Team anerkannte Flüchtlinge auf den deutschen Arbeitsmarkt vor und zeigte, wie sie sich in Deutschland richtig bewerben.

Top